Cornwall vom 03.04. – 11.04.2015

Logbuch der ersten England-Reise. Ziel Cornwall.

Start: gegen 22.00 habe wir BS verlassen und sind Richtung England bzw. fürs erste Dunquerque / Dünkirchen gestartet. Die Wettervorhersage hat unser Gepäck nochmal richtig durcheinander gebracht. Im Harz wurden die Pisten wieder geöffnet und so packten wir schnell noch die Winterjacken ein. Das kann ja was werden….Die Straßen sind frei (abgesehen von gelegentlichem Schneeregen) und wir kommen super durch….so bis 4.00 morgens sind wir auch noch richtig fit. Leider hält der Zustand nicht mehr lange. Aber wir quälen uns weiter!

Wir kommen Karfreitag gegen 6.30 an der Fähre an und suchen uns ein Plätzchen um wenigstens 2-3 Stunden zu schlafen.

Nach einer eher kurzen Nacht sind wir gegen 10 hoch, damit wir genügend Zeit für die Fähre um 12 zu haben. Also eingereiht in die Schlange und auf zur Grenzkontrolle. Leider hatten die Beamten nicht vor uns einen schönen Start zu ermöglichen.

Bei der Kontrolle stellten sie schnell fest, dass die letzte Wurmkur für unseren Hund nicht im Impfpass eingetragen war und wollten / konnten uns auf die Fähre lassen.

Also raus aus der Schlange und ab zum Terminal der Fährgesellschaft. Dort sollte man unser Problem klären können. Die Klärung ist auch innerhalb von 10 Sekunden geschehen: Kein Stempel, keine Fähre!

Allerdings scheint es das Problem öfter zu geben. Wir bekommen eine Karte zugesteckt auf der der nächste Tierarzt verzeichnet ist. Unser Tierarzt muss nur eine kurze Bestätigung der Impfung schicken und wir bekommen den benötigten Stempel.

Zum Glück ist unser Tierarzt ein Landarzt und ist es gewöhnt auch an Sonn- und Feiertagen ans Telefon zu gehen, sonst hätten die Chancen auf ein passendes Fax am Karfreitag sehr schlecht gestanden.

Nach gefühlten 1000 Entschuldigungen des Arztes haben wir den ersehnten Stempel um Impfpass und wir können uns wieder in den Verkehr zur Fähre einreihen.

Um 14.00 startet unsere Fähre über den Kanal. Der Ausblick ist leider wirklich enttäuschend, Nebel und Nieselregen hindern extrem an der Sicht und machen nicht wirklich Hoffung auf einen erholsamen Urlaub.

In Dover angekommen lassen wir den Hafen schnell hinter uns und huschen im ungewohnten Linksverkehr Richtung Stonehenge.

Ganz ehrlich der von mir lange, gefürchtete Linksverkehr ist gar nicht so schlimm, nach ein paar Minuten fühlt es sich ganz natürlich an! Nach ein paar Umwegen (dank des neuen Navigationssystems und der völligen Ahnungslosigkeit WO sich Stonehenge befindet), landen wir trotzdem rechtzeitig zur Schließung und Sonnenuntergang am Tor zu Stonehenge.

Unser frustrierter Blick muss einem der Guards aufgefallen sein. Einer der freundlichen Herren kommt auf uns zu und erklärt uns kurzerhand wo wir die Nacht umsonst und in der Nähe stehen können. „Kurzes Stück zurück, dann 2 x Mal Links und der nächste Parkplatz. Dort könne man bis zu 24 Stunden unbehelligt stehen. Gesagt getan!

Hier die Koordinaten: 51.176253, -1.832587

Stonehenge

Völlig erledigt kommen wir auf dem Feldweg an und fallen in einen erschöpften Schlaf!
Am nächsten Morgen ist der Blick aus dem Bus der Hammer! Wir stehen quer zu Stonehenge und sind keine 400m entfernt! Bei diesem tollen Ausblick lässt es sich umso entspannter Frühstücken! Gerade wegen des tollen Ausblicks und den Menschenmassen die sich kurze Zeit später um den Steinkreis herum bewegen, beschließen wir uns nicht in die Schlange einzureihen sondern uns weiter Richtung Cornwall zu bewegen.

Nach einer kurzen Tour landen wir in Brixham wo wir unseren ersten englischen Campingplatz besuchen. Der Platz ist relativ spartanisch eingerichtet, liegt aber keine 500m von Wasser entfernt. Leider aber an einem Kliff mit ca. 100m Höhe und somit ist ein kurzes „Fuß ins Wasser stecken“ für heute leider nicht drin. Am nächsten Morgen sind die Kräfte vollständig zurück und nach einem „Full English“ wir fahren weiter Richtung St. Ives. Dort halten wir für Heute allerdings nicht, sondern es verschlägt uns nach Cape Cornwall.

Die Straßen dorthin sind typisch(?) englisch, sehr eng, kurvenreich und von einer ca. 1,5 m hohen Mauern eingefasst. Bei jedem Gegenverkehr schießt mit der Angstschweiß auf die Stirn.

Am Kap angekommen hat sich die Tortur allerdings gelohnt. wir werden mit einem schönen und einsamen Sonnenuntergang belohnt. Auch der nächste Morgen ist traumhaft. Wir werden mit strahlendem Sonnenschein und einem Frühstück mit Blick auf den Atlantik belohnt.

Ein paar Minuten später kommt eine Lady vom National Trust vorbei um die Parkgebühren zu kassieren und Sie eröffnet das Gespräch mit: Ist es nicht großartig das wir ab heute ein 10-Tage-Hoch haben! Hammer!!!

Vom Kap aus machen wir uns auf den Weg nach Land’s End. Der Weg dorthin ist ungleich spannender als der völlig überlaufene Freizeitpark der sich Land’s End nennt. Ganz ehrlich hier fahre ich nicht wieder hin!!

Nach einer enttäuschenden Stunde und ein paar widerwilligen Fotos (wir haben ja schließlich den Eintritt bezahlt!) geht es nach Marazion. Der Ausblich auf den St. Michaels Mount, dem kleinen Bruder von Mount Saint Michelle (FR) lohnt sich. Leider findet sich dort kein ruhiges Plätzchen um zu übernachten. Also geht es schnurstracks zu einem der Campingplätze die wir uns in DE schon mal herausgesucht haben. Nach ein paar erfolglosen Versuchen einen freien CP zu finden kehren wir schließlich bei der Gwithian Farm Campsite ein. Dieser CP ist wirklich schön gelegen und schon sehr gut auf Surfer eingestellt. Es gibt eine extra Dusche und eine Wassertonne um sich und den Neo zu reinigen. Direkt gegenüber fällt uns ein Pub ins Auge und wir beschließen heute Abend mal essen zu gehen.

red-river-inn.com

Die Burger sind fantastisch!!! Hier kommen wir öfter her!!

Am nächsten Tag besuchen wir die Bucht bzw. den Strand vom XXX. Die Wellen sehen phantastisch aus und werden von dutzende Surfern genutzt! Überhaupt besteht die gesamte kornische Bevölkerung nur aus Surfern! Auf gefühlt jedem Auto sind mindesten 2 Board geschnallt und selbst die Polizei geht in der Mittagspause aufs Wasser!

Also wird es bei mangelndem Wind Zeit für meinen ersten Surf Versuch mit dem SUP. Erstaunlicherweise klappt es sogar…naja…Ich habe zwar nicht auf dem Board gestanden aber ich bin meine erste Welle auf Knien heruntergerutscht!

Hier sollte ein Video eingefügt werden! Leider bin ich so weit vom Land entfernt das man nicht erkennen kann! Aber ich schwöre dass es wirklich geklappt hat! 😀

Spätere Versuche an dem Tage scheitern übrigens alle! Aber die Stimmung ist nicht getrübt, für morgen sind 20kn angesagt!

Um den Wind aus Süd-Süd-Ost zu nutzen fahren wir wieder nach Marazion. Dort sollten die Bedingungen perfekt sein und die Kulisse war ja auch nicht zu verachten. Als wir ankommen bauen einige Optimisten ihre Kites schon auf. Außer rumrutschen und Höhe verballern kommt leider nichts bei rum. Also warten wir bei schönstem Sonnenschein ein paar Stunden auf den versprochenen Wind und genießen derweil ein paar Scones mit Clotted Cream und Himbeermarmelade! Himmlisch!! Alleine dafür lohnt sich der Trip! 😀

Ein paar Stunden später kommt Wind auf und es geht aufs Wasser! Die Bucht ist fast wieder leer und leider gibt der Wind nach ein paar Minuten auf und mehr als verkrampftes Höhe knüppeln ist nicht drin. Was soll‘s es war ein traumhafter Tag!

Abend kehren wir wieder im Red River ein und beschließen den Abend mit ein paar Cidern & Ale und spannenden Surfgeschichten der Einheimischen.

Am nächsten Abend sind wir auf dem Weg zu einem Platz an dem der Sonnenuntergang himmlisch sein soll. Leider sind schon viele andere vor uns dort, so dass wir eine Bucht weiterfahren um den Sonnenuntergang alleine mit einem Bier zu genießen.

Kaum angekommen kommt allerdings ein unwirklicher See Nebel über die Klippen geschoben und es wird ein wahres Naturschauspiel.

(Auszüge vom Video einstellen)

Ein paar entspannte Tage später treten wir die Rückreise an und kommen trotz stundenlangem Stau und schwerstem Verkehr trotzdem rechtzeitig zur Fähre.

Nach der stundenlangen Fahrt und der Überfahrt (Dover-Calais) sind wir allerdings nicht mehr in der Lage wie geplant die letzte Nacht des Urlaubs in Wissant zu verbringen. Wir bleiben einfach mitten in Calais stehen und schlafen den Schlaf des Gerechten.

Am nächsten Tag wird noch schnell der örtliche Carrefour geplündert und ab geht‘s Richtung BS!

Mitbringsel aus dem Urlaub:

England: Scones, Clotted Cream, Englischer Speck, Senf, Karamellisierte Zwiebeln, Cider und Blutwurst
Frankreich: Wein, belgisches Bier, diverse Pasteten, Kaffee & Milchmädchen in großen Tuben (viel billiger als in DE und für mich ein unverzichtbarer Bestandteil meines Frühstückskaffees!)

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